Palawan die über 400 km lange, aber nur maximal 40 km breite Insel
zwischen das Südchinesische Meer und die Sulu-See. Zur Palawan-Gruppe,
die von Mindoro bis Borneo reicht, gehören 1.768 kleinere Inseln. Wegen der
Naturvielfalt nennen Philippinen-Kenner Palawan als die schönste Insel.
Reichlich hat die Natur den Norden von Palawan bedacht, ein Labyrinth aus
hunderten von kleinen Inseln, Buchten und Fjorden. Palawan ist trotz
zunehmenden Bevölkerungsdrucks in den Küstenebenen immer noch sehr dünn
besiedelt. Zahlreiche Hinweise stützen die Theorie, dass Palawan im
Pleistozän durch eine Landbrücke mit Borneo verbunden war. Wichtigster Indikator
dafür sind Flora und Fauna von Palawan, die sich stark von denen der
übrigen philippinischen Inseln unterscheiden und eher Ähnlichkeit mit der
Pflanzen- und Tierwelt von Borneo aufweisen.
Zu den philippinischen Tierarten auf Palawan gehören das Ameisen
fressende Gürteltier Pangolin, der Zwerghirsch Pilandok - die kleinste
Rotwildart der Welt - und die Palawan-Bärenkatze, eine Marderart. Ebenfalls
zahlreich vertreten sind Süß- und Salzwasserkrokodile, Warane, Schlangen und
andere Reptilien sowie Papageien, Nashornvögel und farbenprächtige
Schmetterlinge. Zu den weniger seltenen Tierarten gehören leider auch die Nik
Niks, stecknadelkopfgroße Blutsauger, die manche Strände zu Myriaden bevölkern,
meist zwischen Dezember und Februar auftretende Würfelquallen, deren ein starkes
Gift absondernde Nesselzellen schmerzhafte Verätzungen der Haut hervorrufen
können, sowie die Anopheles-Mücken, eine Malaria übertragende Moskitoart. Doch
Moskitos hin, Malaria her - Palawan ist ein einzigartiges Naturerlebnis,
das durch die schillernde Vielfalt der submarinen Flora und Fauna noch eine
Steigerung erfährt.